Kerbos b.v.
1985 lösten sich Hans BakKER und Thoe StrijBOS von einem großen Unternehmen in Eindhoven und gründeten ihre eigene Firma KERBOS b.v. in Son en Breugel, Niederlande. Die Anfänge waren bescheiden. Der „Maschinenpark“ in der angemieteten, 60 m2 großen Werkstatt, bestand aus zwei Dreh- und einer Fräsmaschine. Von Beginn an hatten sich die beiden auf die Produktion von Präzisionsteilen in kleinen Serien spezialisiert, die nie mehr als 15 und selten mehr als 5 Teile umfassten. Aluminium war damals und ist noch heute der gewöhnlichste Werkstoff, aber auch andere Leichtmetalle, Stahl und Kunststoffe kommen vor.

Hans Bakker und Thoe Strijbos blicken voller Zuversicht in die Zukunft.
Was sollten wir also tun? Weiter auf der alten Schiene fahren, solange es eben ging, oder den Stier bei den Hörnern packen und den Betrieb rationalisieren? Wir entschieden uns für letztere Alternative und investierten in Maschinen und Personal.“
Der Maschinenpark ist inzwischen erstklassig – Gildemeister, Hermle und DMU. Hier kommen nur hoch renommierte Fabrikate vor. „Hochklassige Maschinen sind eine Erklärung unseres Erfolgs, fachlich kompetente Mitarbeiter eine andere. Solche Kräfte sind heute nicht leicht zu finden, und findet man sie doch, wollen sie keine Nachtschicht arbeiten.

Die Investitionen steigerten unsere Produktivität, aber wir waren noch immer weit von unseren Zielen entfernt. Zwar produzierten Maschinen und Personal besser als zuvor, aber eben nur acht Stunden am Tag. Was unterm Strich zählt, ist die Anzahl der Spindelstunden pro Mitarbeiter. Da bin ich mir ganz sicher.
Es ist schließlich unsinnig, in teure Maschinen zu investieren und diese dann 16 von 24 möglichen Stunden des Tages ungenutzt zu lassen. Die Maschinen bringen Einkünfte, solange sie produzieren – und nur dann! Daher waren wir gezwungen, auf Automation zu setzen.“

Als erster Schritt in diese Richtung wurden die Werkstücke in den Fräsmaschinen palettiert. Tests brachten unmittelbar positive Ergebnisse, und schon bald folgte der zweite Schritt – die Installation einer vollautomatischen Produktionszelle mit zwei DMG-Maschinen, die durch einen WorkMaster beschickt wurden. Also derselbe Roboter, jedoch mit unterschiedlichen Palettiersystemen.

Diese hochmoderne Doppelzelle sorgt auch während der Nachtstunden für willkommene Einnahmen. Eine DMU 50 eVolution und eine DMC 64 V Linear, im Winkel angeordnet, werden von einem WorkMaster beschickt.
Die 5-achsige DMU 50 eVolution hat ein GPS-240-Futter auf dem Maschinentisch und ein Magazin mit Platz für 24 Paletten, während die 4-achsige DMC mit vier Delphin-Futtern auf dem Maschinentisch und einem Magazin für zwölf Paletten von 460x460 mm ausgerüstet ist.
„Während des Tages werden die Maschinen manuell bedient, und während der übrigen Zeit managt der WorkMaster die Produktion. Wie sich die Einnahmen pro Mannstunde an dieser Zelle entwickelt hat, können sie sich vorstellen“, freut sich Hans Bakker.
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Entwürfe/Zeichnungen:
WorkMaster & DMU 50eVolution & DMC 64 V linear
Angewandte Links:
WorkMaster
Automation in general
GPS 240